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Wenn der Jugendschutz funktioniert, profitieren alle

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Jugendschutz bedeutet: weniger gesundheitliche Schäden bei jungen Menschen. Alkoholbedingte Vorfälle wie Pöbeleien, Unfälle, Aggressionen, Sachbeschädigungen, Littering nehmen ab. Wer den Jugendschutz ernst nimmt, hat ein gutes Image. Bussen und Verfahrenskosten können eingespart werden.

Jugendschutz Material bestellen

Fragen und Antworten

Gerne kann eine andere Person das Material gegen Unterschrift für Sie abholen. Sollten Sie Altersarmbänder bestellt haben, muss die Person alt genug sein, um diese abzuholen. Wir geben zum Beispiel keinem 17-Jährigen Altersarmbänder für über 18-Jährige mit.

Alters-Armbänder können nicht per Post versendet werden und müssen persönlich abgeholt werden.

Andere Materialien (zum Beispiel Hinweisschilder) können wir Ihnen per Post zusenden.

Ja, seit dem 1.1.2014 ist es gesetzlich nicht mehr verboten. Energy-Drinks sind nicht mehr in der Verordnung für Speziallebensmittel aufgeführt, sondern in der Verordnung für alkoholfreie Getränke. Auf einigen Verpackungen oder Büchsen steht aber noch drauf, dass die Getränke nicht gemischt werden dürfen.

Fachleute raten Jugendlichen jedoch dringend davon ab, Energy-Drinks mit Alkohol zu mischen. Durch die Kombination mit Zucker und Kohlensäure wird Alkohol schneller vom Körper aufgenommen. Die Mischgetränke kaschieren den für viele unangenehmen Alkoholgeschmack und überdecken die alkoholbedingte Müdigkeit. Damit steigt das Risiko, zu viel zu trinken. Jugendliche gewöhnen sich viel zu früh an Alkoholika. Die Gefahr abhängig zu werden, erhöht sich stark.

Ja, die gibt es. Die Gemeinden können im Polizeireglement suchtmittelfreie Zonen definieren und verfügen. In diesen Zonen dürfen Suchtmittel  weder konsumiert noch in geöffneten Verpackungen mitgeführt werden. Auch die meisten Schulen haben in ihrer Hausordnung ein Konsumverbot aufgestellt.

Werden alkoholische Getränke von Bezugsberechtigten am Verkaufspunkt oder im Gastronomiebetrieb an nicht berechtigte Jugendliche weitergegeben, können Mitarbeitende in der Regel strafrechtlich nicht belangt werden. Dies gilt nicht bei einer offensichtlichen Weitergabe an nicht berechtigte Jugendliche.

Mitarbeitende in Verkauf und Service könnten zur Verantwortung gezogen werden, wenn offensichtlich ist, dass bezugsberechtigte Personen das Getränk an nicht bezugsberechtigte Personen weitergeben. In einem solchen Fall sollten die Mitarbeitenden den Käufer/den Gast zum eigenen Schutz darauf aufmerksam machen, dass eine solche Weitergabe in verschiedenen Kantonen strafbar ist.

Quelle: Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV), Broschüre Alkoholabgabe an Jugendliche, 2011

Grundsätzlich ist im Strafrecht diejenige Person strafbar, die gegen das Gesetz verstösst. Wenn widerrechtlich Alkohol an Jugendliche abgegeben wird, sind davon konkret die Mitarbeitenden im Verkauf oder im Service betroffen, die im direkten Kontakt zu den Kunden stehen.

Auch der/die Verantwortliche eines Unternehmens kann strafrechtlich verfolgt werden. Dies sieht Art. 6 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR) vor. Aufgrund dieser Bestimmung ist ein Arbeitgeber strafrechtlich verantwortlich, wenn er es unterlässt – absichtlich oder fahrlässig und in Verletzung einer gesetzlichen Pflicht –, einer Widerhandlung durch einen Mitarbeitenden vorzubeugen.

Das bedeutet, dass der Arbeitgeber unter bestimmten Voraussetzungen verantwortlich ist für das Verhalten seiner Arbeitnehmenden. Er kann sich jedoch von seiner Verantwortung befreien, wenn er beweisen kann, dass er geeignete Mitarbeitende eingestellt und sie ausreichend ausgebildet und überwacht hat.

Quelle: Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV), Broschüre Alkoholabgabe an Jugendliche, 2011

Ja und Nein. Laut Arbeitsgesetz (Art. 29 Abs. 3 ArG) dürfen Jugendliche unter 16 Jahren nicht beschäftigt werden für die Bedienung von Gästen in Hotels, Restaurants und Cafés und Jugendliche unter 18 Jahren nicht für die Bedienung von Gästen in Betrieben der Unterhaltung wie Nachtlokalen, Dancings, Diskotheken und Barbetrieben.

Bei einem Vereinsanlass untersteht das Personal in der Regel nicht im Geltungsbereich des Arbeitsgesetzes, d.h. von Gesetzes wegen gibt es hier kein Mindestalter. Es wird aber sehr empfohlen, für den Alkoholverkauf nur Personal ab 18 Jahren zu engagieren, da doch gewisse Risiken damit verbunden sind (Spirituosenkonsum, anpöbeln von angetrunkenen Gästen, Nachtarbeit, das nach Hause gehen zu später Stunde etc.).

Die Abgabebeschränkungen gelten für alkoholhaltige Getränke mit einem Alkoholgehalt von über 1,2 Volumenprozenten und für Lebensmittel, deren Alkoholgehalt 6 Gewichtsprozente übersteigt.

Bei Lebensmitteln können Sie davon ausgehen, dass vorbereitete bzw. verarbeitete Produkte und Gerichte nicht von der Gesetzgebung betroffen sind. Dazu gehören beispielsweise Schwarzwäldertorten, Zuger Kirschtorten, Tiramisu, Kirschstängeli, Coq au vin und Ähnliches.

Wird Alkohol hingegen einem Gericht oder einem Dessert zusätzlich beigegeben, zum Beispiel in Coupe Colonel, Zitronensorbet mit Wodka, kommt die Alkoholgesetzgebung zum Tragen. Es gelten die Mindestalter für die Abgabe.

Quelle: Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV), Broschüre Alkoholabgabe an Jugendliche, 2011

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